Dir wurde der ganze Planet geschenkt

Dir wurde der ganze Planet geschenkt

Warum ein guter Geisteszustand das Fundament für alles ist – und warum das nichts mit positivem Denken zu tun hat.

Ein konstruktiver State of Mind. Ein kreativer State of Mind. Ein entspannter State of Mind.

Das ist das beste Fundament, das es gibt. Für jeden Menschen. Für jede Familie. Für jedes Unternehmen. Für jede Begegnung zwischen Menschen.

Wir leben in verrückten Zeiten

Verglichen mit den letzten Jahrzehnten und Jahrhunderten haben wir Menschen uns eine Welt gebaut, die total verrückt ist. Medien. Kommunikation. Bilder, Video, Audio, KI, you name it. Es ist so viel passiert. Und so schnell.

Und viele Menschen fühlen sich wie in einer Falle. Gefangen im Strudel.

Daran können wir nichts ändern. Wir können die Zeit nicht zurückdrehen, und der modernen Welt zu entkommen ist verdammt schwer. Klar, es gibt Möglichkeiten. Aber ich glaube, die meisten von uns wollen gar nicht ständig fliehen.

Die eigentliche Frage ist also eine andere: Wie können wir unsere Welt – unsere menschliche Welt, unsere persönliche, ganz eigene Welt – konstruktiver sehen?

Das ist kein positives Denken

Ich rede nicht von positivem Denken. Nicht von Reframing oder so was.

Ich rede davon, uns als Menschen so zu sehen, wie wir wirklich sind. Nicht so, wie wir die meiste Zeit dachten, dass wir sind.

Zu sehen, wie großartig wir gemacht sind. Wir Menschen haben das nur die längste Zeit unserer Evolution lang nicht verstanden, zumindest die allermeisten.

Und was, wenn viel mehr Menschen das sehen könnten? Wie genial sie gemacht sind. Wie perfekt unser geistiges Betriebssystem funktioniert.

Warum macht das einen Unterschied?

Weil alles, was wir sind, pure Kreativität, Weisheit, Liebe und unfassbare Intelligenz ist. Und mit genau dieser Kreativität können wir die Illusion erschaffen, dass wir all das nicht sind.

Woher ich das weiß?

Weil ich es jeden Tag sehe. Und ich sehe es bei mir selbst. Ich sehe es bei den Menschen, die ich coache. Ich sehe es in meiner Familie. Ich sehe es bei jedem Menschen in Aktion. Nicht immer, aber immer öfter.

Jahrzehntelang habe ich es nicht gesehen. Zumindest nicht klar. Ich hatte Momente, Glimpses davon, wie genial ich gemacht bin, wie wir Menschen konstruiert sind. Aber so richtig kapiert hab ich’s nicht.

Der Planet, den du geschenkt bekommen hast

Stell dir vor, jemand schenkt dir den ganzen Planeten Erde.

Alles. Die Dschungel, die höchsten Berge, die Tiefsee, die Strände, die Wälder. Jeden Menschen, jedes Tier. Ein Geschenk namens Planet Erde.

Und du lebst mit deiner kleinen Familie in einer trockenen Wüste. Stein und Sand. Dein ganzes Leben lang suchst du nach Wasser, nur damit ihr was zu trinken habt.

Bis zu deinem Tod siehst du das Meer nie. Nie einen Wald. Nie einen Fisch. Nie einen Strand. Nie Schnee, nie die Schönheit der Berge. Du denkst, das Einzige, was existiert, ist Stein und Sand, mit ab und zu ein bisschen Wasser. Und die meiste Zeit hast du Angst – nicht genug Wasser zu finden, nicht genug zu essen zu haben, weil es da draußen kaum Pflanzen und Tiere gibt.

Du lebst also dein ganzes Leben in Angst. Ohne je zu merken, dass du dich jederzeit an jeden anderen Ort dieses Planeten beamen und dort leben könntest.

Okay – an der Stelle wird die Geschichte ein bisschen schräg. Völlig in Ordnung. Es ist eine Metapher, keine echte Geschichte. Es ist ein Bild, das ich für dich male: Wir Menschen sind so viel mehr, als wir denken. So viel fähiger zu großartigen Dingen, als wir uns vorstellen können.

Also stell dir vor: Du beamst dich – deine Familie und Freunde auch, aber vor allem dich selbst, weil es dein Geist ist, dein System – ins schönste Paradies. Strand. Fisch für unendlich viele Leben. Manchmal beamst du dich zurück in die Wüste. Aber die meiste Zeit lebst du jetzt im Paradies. Nicht mehr in der höllischen Hitze aus Stein und Sand.

Himmel und Hölle sind in dir

Denn der Planet, von dem ich rede, ist nicht nur die Erde. Es ist dein Planet. Deine Welt.

Und deine Welt ist nicht nur dein Denken. Es gibt eine Welt jenseits deines Denkens. Es gibt eine Welt vor deinem Denken.

Deshalb sind Himmel und Hölle Geisteszustände. Bewusstseinslevel. Deshalb sind sie in dir und du besuchst beide Orte von Zeit zu Zeit. Das Verhältnis macht den Unterschied, also wie lange verbringst du in der Hölle und wie lange vergnügst du dich im Himmel?

Und noch ein wesentlicher Punkt ist:

Wenn du die Hölle für das siehst, was sie ist!

Nämlich Denken zum Leben erweckt mit einem Vollkörpererlebnis.

Dann nimmt das der Hölle sehr schnell die Power!

Und du kannst wieder durchatmen.

Was du mit diesem genialen System erschaffst, liegt bei dir.

Dir wurde der ganze Planet geschenkt.

Und dazu dieser magische Pinsel, auch die Superpower „Gedanke“ genannt, mit der du dich von Ort zu Ort beamst. Ohne den Ort mit der Realität verwechseln zu müssen.

Fang an hinzuschauen.

Du musst nichts Großes erschaffen

Wir sind nicht begrenzt. Das ist der Punkt dieses Bildes: Da ist so viel mehr an dem, was du wirklich bist, am Kern deines Seins, als du denkst.

Und nein, ich sage nicht, dass du etwas Großes erschaffen musst. Wenn du willst: bitte, sehr gerne. Mit dem Fundament, zu realisieren, wie dein Betriebssystem funktioniert, geht es viel leichter. Aber du musst nichts Großes erschaffen, um ein schönes Leben zu leben.

Zu sehen, wie du gemacht bist, ist das beste Fundament, um in einem schönen Gefühl zu leben. Und um zu erschaffen, was auch immer du willst.

Das Feedback ist eingebaut

Und das Schöne ist: Das System ist so großartig aufgebaut, dass du fühlst, was du denkst. Immer.

Das heißt, du hast die ganze Zeit einen eingebauten Feedback-Mechanismus. Wenn es sich nicht gut anfühlt, würde ich wahrscheinlich nicht weiter so denken.

Nicht als Technik. Es passiert einfach, immer öfter, je mehr ich sehe, wie es funktioniert.

Ohne überhaupt zu wissen, was ich gedacht habe. Manchmal weiß ich es, manchmal nicht. Darum geht es nicht.

Hör genau hin, das ist wirklich wichtig: Ich muss nicht wissen, was ich gedacht habe, wenn ich ein dunkles Gefühl habe.

(Und wenn du dunkle Gefühle liebst – bitte, nur zu. Denk gerne weiter so.)

Warum sich gut fühlen das Fundament ist

Die meisten von uns wollen sich großartig fühlen. Zumindest meistens. Wir wollen staunen über unser Leben und es wirklich genießen.

Egal, was wir tun. Arbeiten, mit der Familie sein, Dinge tun, die sich früher schwer angefühlt haben. Sogar die Steuererklärung.

Sich gut zu fühlen ist das Fundament, weil du genau dort am kreativsten bist. Da passiert es wirklich, where the rubber meets the road. Da werden Dinge erledigt, ohne dass du groß darüber nachdenkst. Da lebst du von einem anderen Ort aus.

Da kannst du auf deinem Sterbebett liegen und sagen: „Ich habe ein wunderschönes Leben gelebt und ich bereue nichts.“

Wollen wir nicht alle dorthin, wenn wir wissen, dass es zu Ende geht? Wollen wir nicht alle in schönen Gefühlen leben, zumindest die meiste Zeit? Vielleicht gibt es Ausnahmen. Ist okay. Denn ich rede nicht darüber, was du tun musst.

Das System vor deinem Erleben

Ich rede darüber, wie du gemacht bist.

Von dem System hinter deinem Erleben. Vor deinem Erleben. Dem System, das dich überhaupt erst etwas erleben lässt.

Es ist immer da. Ob du daran glaubst oder nicht. Ob du mir zustimmst oder nicht. Es verändert sich nicht. Es liegt unter all deiner Realitätserschaffung, vor all deinen Gefühlen, vor deinem Denken.

Und das Schöne ist: Du musst es nicht bauen. Du musst es nicht reparieren. Du darfst es einfach sehen.


Gabriel Beyer ist Transformational Coach und Host des Podcasts „Perfekt Imperfekt“. Er arbeitet mit Menschen und Unternehmen am Inside-Out-Verständnis davon, wie menschliches Erleben entsteht.